Wenn eine eine Reise tut – Im Taxi

Da ich ab jetzt öfters auf Reisen bin und dort immer mal Geschichten erlebe, beginne ich eine neue Kategorie, die da heisst:

Wenn eine eine Reise tut – dann hat sie was zu erzählen…

Ich komme aus dem -wunderschönen- Gebäude des Hauptbahnhofes in Leipzig und will zu meinem Hotel. Im Internt vorher nachgeschaut- zu Fuss ca. 25 Minuten, diese Zeit wird mir auf meinem Iphone nochmals bestätigt. Da ich einen Koffer dabei habe und schon einen langen Arbeitstag hinter mir habe, gönn ich mir ein Taxi.

Ich steige ein, der Fahrer fragt wohin, ich nenne den Namen des Hotel, er antwortet „WAS?“ Wie unhöflich, ich wiederhole freundlich den Namen des Hotels und füge die Strasse hinzu. Er fährt wortlos los, biegt um die Kurve aus seinem Taxistand zur Strasse und was sehe ich??? DIREKT auf der anderen Strassenseite ist mein Hotel!!! Au backe, peinlich, ich sage: „Jetzt sagen Sie nicht, DAS ist mein Hotel da drüben.“ Er kurzangebunden: „Doch.“ Ich erkläre aufgeregt:“Aber mein Routenplaner hat gesagt, das wären 25 Minuten zu Fuss.“ Ja, wenn man die Autostrecke abgehen würde, wären das 25 Minuten, aber man könnte auch einfach über die Fussgängerampel der immerhin 4 spurigen breiten Strasse und dann durch den kleinen Stadtpark in höchstens 4 Minuten auch direkt dort sein…

Bei 2.60 Euro fahren wir los, bei 4,10 Euro stehen wir vor der Tür… Der Taxifahrer war wirklich noch ganz nett, nur beim Zahlen kam dann ein sehr bestimmtes: „Aber jetzt nicht mit nem grossen Schein bezahlen.“ Nein, nein, keine Panik, ich hatte es – inclusive Trinkgeld- passend.

Irgendwie peinlich, aber dann dachte ich nach; erstens war ich fremd und zum ersten Mal in der Stadt und zweitens hätte er ja auch was sagen können, bevor er losfuhr… Also nix mehr mit schlechtem Gewissen (sehr befreiend). Und dann hatte ich noch einen grossartigen Abend , der nach einem langen Spaziergang durch die wunderschöne Innenstadt von Leipzig, vom köstlichen Zusammentreffen von Mr. Moto (das ist ein Sushi- Laden) und mir selbst gekrönt wurde.

Bildquelle

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Über Andrea Kording

Kordingcoaching www.findyourwhy.wordpress.com www.andreakording.de
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19 Antworten zu Wenn eine eine Reise tut – Im Taxi

  1. theomix schreibt:

    Nu.
    Andrea gommt in die annalen der schdadt… 🙂

  2. Elisabeth schreibt:

    Liebste Andrea,

    na sowas… Das hätte er auch gleich sagen können, nicht?
    Aber du hast das Beste daraus gemacht und dir mit Sushi den Abend versüßt 🙂 …und für das nächste Mal weißt du jetzt Bescheid.
    Schade nur, dass es manchen Menschen immer noch nur ums Geld geht… oder so…

    Sonnige Herzensgrüße zu dir, Elisabeth

    • andrea2110 schreibt:

      Liebste Elisabeth, ich nehms sportlich, hab mir mein schlechtes Gewissen auch abgestellt und es gab mal wieder ne Geschichte für meinen Blog:-) Liebste Frühlingsgrüsse zu Dir, Andrea

  3. Dori schreibt:

    Kicher – das könnte von mir sein 🙂
    Das ist eine schöne neue Rubrik, die Du da ins Leben rufst! Da wird bestimmt noch viel Witziges hier zu lesen sein!
    Hast Du auf Deinen Reisen (auch) feststellen können, dass die Uhren im Osten teilweise noch ein wenig anderes ticken als im Westen? Mir erschien es oftmals so 😉
    Viele liebe Sonnengrüße von Dori

    • andrea2110 schreibt:

      Liebste Dori, freut mich, dass Dir meine neue Rubrik gefällt… Irgendwie muss ich doch meine „Kundengeschichten“ ersetzen:-) Oh ja, die Uhren ticken anders in vielen Bereichen, aber ich hab noch nichts Greifbares, das werd ich dann bestimmt auch mal vorsichtig berichten:-) Auf jeden Fall sind die Leute dort sehr nett und auch sehr serviceorientiert, jedenfalls dort, wo ich war… Herzlichste Grüsse zu Dir, Andrea

  4. werner schreibt:

    So ist mir das noch nicht passiert. Kannja auch kaum sein, denn ich bin normalerweise kein Taxi-Nutzer.
    Aber dein Geschichte erinnert mich an ein Erlebnis in Mainz. Ich suchte die Weißliliengasse, von der ich ungefähr wusste, wo sie sein musste. Nachdemich zwei oder dreimal im Kreis ging, wurde mirs zu dumm, und ich fragte einen Passanten.
    Nun rat mal, wo ich stand….
    Seither schau ich – bevor ich jemand frage – noch einmal auf die Schilder, die in Sichtweite sind. 🙂

    Auf diene weiteren Reiseerlebnisse bin ich sehr gespannt!

    • andrea2110 schreibt:

      Lieber Werner, oh solche Geschichten passieren mir öfter, nicht immer mit dem Taxi, aber gerade heute morgen suchte ich den Hauseingang eines Arztes, ich musste anrufen, um dann festzustellen, dass ich schon 3mal dran vorbeigelaufen war:-) Liebe Grüsse Andrea

  5. Himmelhoch schreibt:

    Bisschen mufflig, der Kerl – er hätte ja gleich auf das Gebäude gegenüber zeigen können.
    Das mit dem Navi im Fußgängermodus ist bei mir auch so – der schickt mich auch im Normalfall so, als wäre ich ein Auto – nur in Einbahnstraßen darf ich vom falschen Ende her rein, welch ein Glück!
    Lieben Gruß von Clara

    • andrea2110 schreibt:

      Liebe Clara, ja ein bisschen mufflig, aber das war schon ok. Besser als der übernette Taxifahrer, der mich mal komplett nach meiner Lebensgeschichte ausquetschen wollte, das war lästiger:-) Das mit dem Navi hab ich jetzt verinnerlicht und da werd ich mich als Fussgänger nicht mehr drauf verlassen… Wieder was gelernt:-) Liebe Grüsse Andrea

  6. Babsi schreibt:

    liebste andrea

    das ist ja ein komischer typ. er hätte sich ja gleich bei deiner frage denken können, dass du fremd bist. und das dann auch noch ausnutzen ist schon dreist.
    ein schlechtes gewissen hätte nur er haben brauchen 🙂
    schön, dass du trotzdem das beste für dich rausholen konntest.
    liebste sonnige grüße aus dem grauen und dunklen wien

    • andrea2110 schreibt:

      Liebste Babsi, jetzt wo Du es sagst, stimmt – eigentlich hätte ER ein schlechtes Gewissen haben müssen, weil er mit mir eine eigentlich unnötige Fahrt gemacht hat; also das ist ja ne Frechheit:-) Na klar hol ich das Beste raus, ich lass mir davon sicher nicht die Laune verderben, ich musste eher schmunzeln und da auch eher über mich selber:-) Fröhliche liebste Grüsse Andrea

  7. buchstabenwiese schreibt:

    😀 😀 😀
    Das hätte er doch auch gleich sagen können, dieser Muffelkopf, liebe Andrea.

    Diese Szene erinnert mich an einen Film, komme grade nicht drauf wie der heißt. Da ist es genauso. Die gesuchte Adresse ist auf der anderen Straßenseite und das Taxi fährt einmal um die Insel, die zwischen den Einbahnstraßen ist, rum und hält an. Da lohnte sich das Einsteigen gar nicht. 😀

    Die Tücken der Technik. 🙂 Manchmal ist es doch besser einen Menschen zu fragen. Das menschliche Gehirn ist in solchen Dingen flexibler. Manchmal. 😉
    Aber schön, dass du dir davon nicht die Laune verderben lässt. Du kannst schließlich nicht wissen, wo das Hotel ist, du warst dort fremd. Also, kein Grund für ein schlechtes Gewissen.

    Fröhliche Grüße,
    Martina

    • andrea2110 schreibt:

      Liebe Martina, den Film kenn ich nicht, aber sowas passt gut in einen Film:-) Danke dass Du mir auch nochmal das schlechte Gewissen abstellst… zum Glück hatte ich das selber schon vorher gemacht, war nur ne alte Gewohnheit:-) Fröhliche (wie schön) Grüsse zu Dir zurück Andrea

  8. minibares schreibt:

    Ich fürchte, sowas passiert öfter, als man denkt. Denn wer weiß schon, wo was ist in einer „neuen“ Stadt?
    Du hast das so herrlich köstlich erzählt, das war als Lektüre ein richtiger Spaß.

    Danke dafür ♥

    • andrea2110 schreibt:

      Liebe Bärbel, schön dass ich Dir Spass bereiten konnte und ich habe ja auch selber drüber gelacht… Ich bin sehr gespannt, was mir auf meinen Reisen noch alles so passieren wird:-) Ihr werdet es erfahren… Liebe Grüsse zu Dir, Andrea

  9. Pingback: links « China Blog

  10. petrahannover schreibt:

    Na sei froh, daß er nicht noch – um die Streck in die Länge zu ziehen – noch ne kleine Stadtrundfahrt mit Dir gemacht hat und die Ihr dann was von 80 Euro gezeigt hätte 😉

    • andrea2110 schreibt:

      Hallo Petra, herzlich willkommen auf meinem Blog; ja da hab ich wohl richtig Glück gehabt, wenn er das geschickt gemacht hätte, hätte ich es bestimmt erstmal gar nicht gemerkt:-) Viele Grüsse Andrea

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