Der Amtsschimmel rennt weiter

Falls jemand gedacht hätte, ich wäre mit meinen Ämtern durch, nur weil ich nicht mehr drüber schreibe, der hat sich geirrt. Es hat nicht augefhört, ich bin immer noch am Dokumente besorgen, Beglaubigungen einholen (und bezahlen) usw.

Für die Umschreibung meines Schweizer Führerscheines brauch ich jetzt eine Karteikartenabschrift der Ausstellungsbehörde vor vielen Jahren in Bielefeld; für gewisse Ummeldungen braucht es beglaubigte Kopien meines Ausweises – die Bürgerbehörde kann das aber nicht machen; das Arbeitsamt verlangt, dass ich mich krankenversichere, aber die Krankenversicherung will eine Bescheinigung vom Arbeitsamt, dass die das übernehmen, freiwillig könnte ich mich nicht gesetzlich versichern, sonst müsste ich mich privat versichern- mir war schon ganz schwindelig vom vielen hin und her… In meiner Not hab ich meine Schweizer Krankenversicherung auf meine Kosten einen Monat verlängert… langweilig wird es mir noch lange nicht:-)

Aber mittlerweile hab ich meinen Personalausweis abgeholt! Und beim Klicken im Netz hab ich auf Anhieb die Telefonnummer der richtigen Stelle für die Karteikartenabschrift gefunden und der Herr war nicht nur zuständig, sondern auch recht zackig, Abschrift ist unterwegs… Und sogar mein ach so geschätzes Strassenverkehrsamt antwortete auf mein Mail bereits innerhalb einer halben Stunde! Also auch wenn es alles immer noch viel Aufwand ist, es läuft alles gut – liegt alles an meiner neuen Einstellung zu Ämtern, einfach toll wie das funktioniert!

Und ich bekam diese passende Karte von meiner lieben Mutter:

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Über Andrea Kording

Kordingcoaching www.findyourwhy.wordpress.com www.andreakording.de
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21 Antworten zu Der Amtsschimmel rennt weiter

  1. Elisabeth schreibt:

    Das Foto passt tatsächlich sehr gut, liebste Andrea! *lach*
    Ich wünsche dir dennoch weiterhin viel Mut, viel Ausdauer und vor allem Freude bei all dem, was du tust. Denn dadurch ebnest du dir alle Wege… und du bist auf einem einzigartig guten Weg, auf DEINEM Weg…
    Allerliebste Herzensgrüße, Elisabeth

    • andrea2110 schreibt:

      Liebste Elisabeth, ja ich hab laut gelacht, als die Karte im Briefkasten lag:-) Ich schaff das schon, was noch vor mir liegt ist lächerlich im Vergleich zu dem, was ich schon geschafft habe:-) Und ja, ich bin auch meinem guten Weg…danke Dir, Du Liebe, wie ich lese, bist DU auch so richtig auf DEINEM Weg unterwegs, das FREUT mich sehr, allerliebste Wegbegleitergrüsse Andrea

  2. Dori schreibt:

    Liebste Andrea – lach!

    Ja ja – die Bürokratie – schließlich muss ja alles seine Ordnung haben 🙂

    Ich war heute morgen schon um 8 auf dem Arbeitsamt in Neuss und hatte ein Beratergespräch mit einem seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr netten Berater 😀

    Und da schon wieder eine Bestellung eingetroffen ist vom Universum, höre ich seit gestern Abend unentwegt „Time of my Life“.

    Das Leben ist schön!

    Viele liebe Sonnengrüße von
    Dori 🙂

    • andrea2110 schreibt:

      Liebste Dori, ja ich kann da auch schon wirklich drüberstehen, alles ok für mich… hab ja auch Vorteile dadurch und es macht mir Spass, den „armen“ Beamten mal ne grosse Portion Freundlichkeit und Lebensfreude auf den Schreibstisch zu legen:-) Und das hast Du ja scheinbar gestern morgens um 8 auch schon gemacht *grins*… Time of my Life, dirty dancing, zig-mal geschaut, hundertemale die LP gehört:-) Deine Lebensfreude sprüht hier richtig aus Deinen Zeilen ICH FREU MICH für DICH.. Lebensfreudige Grüsse Andrea

  3. Jürgen schreibt:

    Irgendwie hat sich seit den Tagen des „Hauptmanns von Köpenick“ nicht viel geändert, wie es scheint. Vielleicht kennst Du die Geschichte. In dem Theaterstück von Carl Zuckmayer geht es um den Schuster Wilhelm Voigt, der aus Not mit dem Gesetz in Konflikt gerät und sich dadurch in dem Teufelskreis der Bürokratie wiederfindet.

    Wilhelm Voigt wird gerade nach einer langjährigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen und versucht sich eine Aufenthaltserlaubnis zu beschaffen, um ein neues Leben aufzubauen. Das erweist sich allerdings als nicht so einfach. Im Polizeirevier bekommt er keine Papiere, weil er keine Arbeit hat, in der Schuhfabrik aber auch keine Arbeit, weil er keine Aufenthaltserlaubnis hat.

    Oberwachtmeister: „Also kommen sie mal wieder , wennse Arbeit haben. Dann können wir weiter sehn.“
    Voigt: „Ick bekomm ja keene Arbeet ohne de Anmeldung. Ick muss ja nu erst mal de Aufenthalt-Erlaubnis –„
    Oberwachtmeister: „Das schlagense sich mal ausm Kopp. Einem stellungslosen Zuchthäusler können wir hier keine Aufenthaltserlaubnis geben. Nachher denken Sie ja gar nicht mehr daran zu arbeiten und treiben sich rum.“

    Für Voigt beginnt der Teufelskreis: Arbeit nur mit Pass, Pass nur mit festen Wohnsitz, fester Wohnsitz nur mit Arbeit.

    „Nee, nee det is nu’n Karusell, det is nu ne Kaffemihle. Wenn ick nich gemeldet bin, krieg ick keene Arbeet, und wenn ick keene Arbeet habe, da darf ick mir nicht melden…“ stellt Wilhelm Voigt fest, und wird kurze Zeit später aus dem Polizeirevier rausgeschmissen.

    Heute lachen wir darüber, wenn wir uns die Geschichte im Theater oder im Fernsehen anschauen. Doch wenn man mittendrin ist in der Mühle, braucht es noch viel mehr Humor. Den wünsche ich Dir!

    Alles Liebe,
    Jürgen

    • andrea2110 schreibt:

      Lieber Jürgen, danke Dir für diese ausführliche Inhaltsangabe und vor allem die Sätze im Dialekt, herrlich:-) Mir gehts natürlich nicht so schlecht wie dem armen Hauptmann, und vor allem ist das Gröbste ja bereits geschafft… Alles Liebe, Andrea

  4. Liebe Andrea,

    Formulare, Formulare … da schicke ich dir doch einmal „Einen Antrag auf Erteilung eines Antragsformular“

    von Reinhard Mey: http://www.youtube.com/watch?v=MJbn5BtAEoc

    denn daran musste ich jetzt ganz spontan denken … viel Freude daran … und ich wünsche DIR, dass du deine „positive“ Lebenseinstellung beibehälst … und du so langsam aber sicher all‘ deine Papiere zusammen hast … und KEINE roten Punkte im Gesicht bekommst …
    von Herzen
    Doris

    • andrea2110 schreibt:

      Liebe Doris, ja dieses lustige Lied hatte ich schon mal auf einen anderen „Amtsschimmel“- Beitrag bekommen im Kommentar, es ist und bleibt (leider) aktuell… Aber immerhin hab ich dadurch immer wieder mal ne Idee für einen Blogbeitrag:-) Ein Ende ist in Sicht… und wenn ich manchmal zurückschaue, bin ich richtig stolz, was ich alles schon erledigt habe:-) Herzlichste Grüsse Andrea

  5. Erika schreibt:

    Liebste Andrea,
    diese schöne Karte fehlt ja noch in meiner Sammlung…..
    danke für Deine neuen Berichte in Sachen Amtsschimmel….. weiterhin Geduld und Humor, der darf nie fehlen, gell ??? Über jeden kleinen Erfolg freuen, da wird es nur noch besser. Wenn man sich ärgert, das kostet zuviel Energie, meine Therapeutin hatte mir mal eine Karte geschickt, darauf stand:

    In jeder Minute,
    die man mit Ärger verbringt,
    versäumt man
    60 glückliche Sekunden.

    (William Somerset Maugham)

    herzlichst grüßt Dich
    Erika 🙂

    • andrea2110 schreibt:

      Liebste Erika, ja Du und der gute William, Ihr habt ja beide sooo recht:-) Und Du kennst mich ja, ich konzentriere mich meistens eh auf die Erfolge, auf die schönen Dinge im Leben… Und dann gibts immer mehr DAVON… Herzlichste Grüsse zu Dir, Andrea

  6. Babsi schreibt:

    liebste andrea
    deine mutter hat es gut zusammengefasst *lach*
    langsam sollten wir sie schon zum alltag zählen, die unschuldigen zettelchen.
    ich freu mich, dass du deinen humor behältst und damit so manchen schnarchbeamten aufrüttelst
    besonders liebste grüße von babsi

    • andrea2110 schreibt:

      Liebste Babsi, ich mag diese auf alt getrimmten Karten mit den modernen Sprüchen total gern, wenn ich mal an so einem Kartenständer vorbeikomme, dann muss ich erst alle Texte lesen, bevor ich weitergehe:-) Hihi, sehe grad aufgeweckte Schnarchbeamten vor mir:-) Lachende Guten-Morgen-Grüsse zu Dir, Andrea

  7. Ulf Runge schreibt:

    Liebe Andrea,

    die Bürokratie scheint Dir ja doch gerade aus der Hand zu fressen…
    Hast Du eigentlich schon mal damit „gedroht“, wenn „die“ nicht spuren,
    dann darüber in Deinem Blog zu schreiben?

    Liebe Grüße,
    Ulf

    • andrea2110 schreibt:

      Lieber Ulf, DAS Bild gefällt mir auch, der Amtssschimmel „frisst“ mir aus der Hand, *lächel*… Nun ja, ich hab nicht gedroht, da ich ja bereits einige Artikel drüber geschrieben habe und ehrlich gesagt, würde das vielleicht den Amtsweg blockieren, wenn die das lesen:-) Liebe Grüsse in Deinen Urlaub, Andrea

  8. skryptoria schreibt:

    Die Karte könnte wirklich kaum passender sein. Leider.

    Bleib dran, liebe Andrea! Nicht dass Du aus Verzweiflung aus Deutschland flüchtest. ;o)

  9. Mamü schreibt:

    Und ich dachte schon, das wäre überstanden, liebe Andrea.
    Aber stimmt ja, nur weil man etwas nicht sieht oder mitbekommt, ist es nicht automatisch nicht mehr vorhanden. 😉

    Schöne Karte. 😀

    Liebe Grüße,
    Martina

    • andrea2110 schreibt:

      Liebe Martina, noch nicht ganz, aber fast…:-) Endspurt, heute ist die Krankenkasse endlich dran… die letzte Zeit war noch immer ausgefüllt, aber nicht mehr so hektisch und vor allem viel erfolgreicher im Ergebnis:-) Ja die Karte passt wirklich gut, lächelnde Grüsse zu Dir Andrea

  10. theomix schreibt:

    Ohne Amtsschimmel gäbe es in Deutschland keinen Silberglanz der Hoffnung. Deswegen ist er hier so verbreitet.
    Weiterhin gute Nerven!

    • andrea2110 schreibt:

      Lieber Jörg, schön dass Du wieder da bist…Silberglanz der Hoffnung… naja, wenn’s sein muss:-) Ich bin jetzt übrigens endlich krankenversichert!!! Schritt für Schritt, liebe Grüsse Andrea

  11. Pingback: Der Amtsschimmel bäumt sich nochmal auf | Lieben und Leben in Düsseldorf

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