Dorf oder Stadt?

Ich geniesse im Moment die Anonymität der Stadt. Es ist auch mal schön, nicht immer unter „Beobachtung“ zu stehen.  Es ist auch mal schön, nicht bei jedem Gang durchs Dorf eine halbe Stunde mehr Zeit einzuplanen, weil man ständig jemanden trifft, den man kennt. Es ist auch mal schön, keine Ausreden erfinden zu müssen, weil man einfach mal nicht mit jedem, den man kennt, reden möchte. Es ist auch mal schön, nicht mit einem Dauerlächeln durch die Gegend laufen zu müssen, weil jeder, den man trifft, auch ein Kunde sein könnte. Es ist auch mal schön, einfach das Gesicht machen zu dürfen, das man machen möchte, ohne das man es jedem erklären muss, den man trifft. Es ist auch mal schön, immer wieder neue Gesichter zu sehen.

Und wenn ich doch mal das Dorf vermisse, dann geh ich in meinem kleinen Stadtteil hier einkaufen und da kenn ich mittlerweile auch ein paar Gesichter 🙂

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Über Andrea Kording

Kordingcoaching www.findyourwhy.wordpress.com www.andreakording.de
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18 Antworten zu Dorf oder Stadt?

  1. Elisabeth schreibt:

    Ja, all das ist auch schön, liebste Andrea!!!!
    Ich verstehe dich nur zu gut… Habe eine ähnliche Situation zu Hause… mein Vermieter, so lieb und hilfsbereit er ist, ist sehr anhänglich, sehr präsent, hat immer seine Wohnungstüre offen, ruft mich täglich mehrmals an… Manchmal würde ich gerne wieder in einem Mietshaus wohnen wollen… Oder in einem eigenen Haus mit Garten… Und trotzdem, alles ist gut… Ich lerne Abgrenzung… 😉
    Lass es dir ganz, ganz gut gehen, du Liebe!
    Herzlichst Elisabeth

    • andrea2110 schreibt:

      Liebste Elisabeth, oh das klingt auch ein wenig „eingeschränkt“… Ja, da musst Du wohl zwangsläufig Abgrenzung lernen:-) Herzlichste Sonnengrüsse Andrea

  2. Schlossgeist schreibt:

    Liebe Andrea,
    ja, Düsseldorf IST auch wirklich beides. Nicht so groß und man hat so „seine“ Ecken und Läden, wo man gerne hingeht und immer wieder Bekannte dort trifft und auf der anderen Seite auch ein richtiges Angebot einer grossen Stadt und immer auch etwas Neues, wenn man mag. Das ist echt ein prima Mix!! Nur die Berge zum Skifahren fehlen und sind ein bischen weit weg, da hilft auch die Skihalle in Neuss nicht ;-)…da macht man im Winter am besten seine eigene Apres-Ski Party im Garten, wenn mal richtig Schnee liegt. Also wie Pippi Langstrumpf…“mach mir die Welt, wie sie mir gefällt…“ Einen ganz lieben Gruss vom Schlossgeist

    • andrea2110 schreibt:

      Lieber Schlossgeist, na Du hast ja tolle Ideen:-) wenn die Berge zu weit weg sind, dann macht man eben auch mal ein Skiwochenende oder so… Dafür kann man hier ganz viele andere Dinge ganz toll machen… Der Mix gefällt mir an Düsseldorf wirklich ausserordentlich gut und dazu ist die Stadt auch noch so wunderbar grün… überall Parks und Bäume, das gefällt mir sehr… Liebe Pippilotta-Grüsse an Dich, Andrea

  3. Mamü schreibt:

    Liebe Andrea,

    Anonymität mag ich auch ganz gern. Nicht immer, aber es ist schon schön, wenn man niemanden was erklären muss, wenn man nicht will, auch einfach mal grimmig gucken darf, wenn einem danach ist. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

    • andrea2110 schreibt:

      Liebe Martina, genauso ist es… es war ja AUCH ganz schön, viele Leute zu kennen; nur in der letzten Zeit vor meinem Abschied hatte ich keine Lust, immer mit Leuten zu reden und Fragen zu beantworten und das mit den Kunden konnte einem manchmal eben auch ganz schön auf die Nerven gehen… Wie gesagt, es hat alles seine Vor- und Nachteile…. Liebe Grüsse Andrea

  4. Babsi schreibt:

    du liebe andrea
    bei mir im haus ists wieder so, dass ich kaum weiß, wer da alles wohnt.
    nur zuz meiner nachbarin hab ich sporadisch einen netten kontakt aber das wars
    ich vermisse etwas das nachbarschaftsverhöltnis denn manche grüßen nicht mal zurück 🙂

    meine mutter hat wiederrum in einem dorf gewohnt (bevor sie ihre traumidylle fand) wo ich- wenn ich da war wirklic´h wie ein weltwunder begafft wurde von den frauen auf den bänken.

    es hat alles so seine vorteile. ich bin auch froh, dass ich zb nicht von überraschungsbesuchen heimgesucht werde, wies in manchen dörfern ja sitte ist.

    ganz liebe grüße zu dir nach düsseldorf 🙂
    babsi

    • andrea2110 schreibt:

      liebste Babsi, also grüssen könnte man sich schon, wenn man sich in einem Haus begegnet, finde ich. In einem kleinen Dorf wird schnell mal gegafft und geratscht… aber wahrscheinlich wäre da in einer Stadt auch so, wenn man da viele kennt… Liebste Grüsse nach Wien Andrea

  5. Jürgen schreibt:

    Du wohnst aber nicht zufällig hier in diesem bloggenden Viertel, oder? http://www.flair-duesseldorf.de/blog/

  6. elisabeth schreibt:

    Liebe Andrea,
    klingt so, als ob es Dir wirklich zu eng geworden ist in den Bergen.
    Wenn die Großstadt Freiheit verspricht, war das Korsett schon lang zu eng.
    Klingt gut jetzt so.
    liebe Grüße
    elisabeth

    • andrea2110 schreibt:

      Liebe Elisabeth, das hast Du gut erkannt, das Leben und das Tal waren mir zu eng geworden, mich eingeschränkt, so schön es dort ist… Düsseldorf seh ich nicht einmal so sehr als GROSSstadt, auch wenn sie natürlich ungleich grösser ist als „mein“ altes Dorf. Es IST gut so, wie es jetzt ist… Liebe Grüsse Andrea

  7. Dori schreibt:

    Liebste Andrea,

    ich kann es gut verstehen, dass Du nach vielen Jahren des „Dorflebens“ jetzt die große Stadt genießt. Bei mir war das nie so, ich hatte immer das Bedürfnis, ländlich zu wohnen, und derzeit wohne ich „mitten im Feld“. Eine Kollegin, die mich kürzlich besuchte – und die in Düsseldorf wohnt – sagte, nee, das könnte ich niemals. Sie mag aus der Tür „fallen“, wie sie so schön sagt, und direkt mitten im „Leben“ stehen. Ich mag das ganz und gar nicht. Aber ich liebe es, so zentral zu sein, trotz des Dorfes, dass ich in 15 Min. in Düsseldorf bin, in 25 in Köln, in 40 in Aachen. Ich mag es sehr, all diese Möglichkeiten vor der Tür zu haben.
    Wenn ich abends aus der Großstadt nach Hause komme und „mein Dorf“ und die Felder schon aus der S-Bahn von weitem sehen kann, dann geht mein Herz ganz weit auf, und ich bin zurück. Zurück aus der Hektik, dem Lärm, den Abgasen, den sehr beschäftigten und sich immer in Eile befindlichen Menschen, ich atme tief ein und sage: Ja, hier will ich sein. Ist das nicht schön?
    Jeder Mensch sollte solch einen Ort haben, an den er immer wieder gerne zurückgeht, egal ob dieser sich in der Stadt, auf dem Land oder am Meer befindet.
    Obwohl: am Meer wäre ja aus meiner Sicht noch mal eins oben drauf, was meinst Du? Es geht immer noch was zu toppen.
    Ich wünsch Dir heute viel Spass bei Deinen Aktivitäten,
    allerliebste Sonnengrüße von Dori 🙂

    • andrea2110 schreibt:

      Liebste Dori, ich hatte nie den Wunsch, ländlich zu wohnen; ich mag eine ruhige Wohngegend mit viel Grün, wenn ich aber doch eine einigermassen schnelle Anbindung an die Stadt habe… und genau das habe ich jetzt…So wie früher, direkt im Stadtzentrum möchte ich auch heute auch nicht mehr leben… Wie DU das empfindest, wenn Du nachhause kommst, das klingt sehr schön und freut mich sehr für Dich… Es geht immer noch was zu toppen, aber zur Zeit bin ich einfach rundum zufrieden mit dem, was ich habe… Dir ein schönes Urlaubssommerwochenende, Du Liebe, allerliebste Herzensgrüsse Andrea

  8. Lilie schreibt:

    Liebe Andrea,
    das ist es. Die Mischung macht’s. Die Anonymität der Stadt und das Wir-Gefühl eines Viertels – genau das Richtige …
    Liebe Grüße
    Iris

  9. Schonzeit schreibt:

    Das ist das schöne an Kiel. Dorf und Stadt zugleich. Welcome back in Germany

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